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Beim Zusammenbruch des Egos geht es darum, dass wir erkennen und verstehen, was unser Ego alles für uns leistet, was es aber gar nicht sollte. Es geht darum, unser Ego zu integrieren und den besetzten Raum für unser Herz und unsere Seele wieder frei zu machen. Denn ein nicht integriertes Ego nimmt viel zu viel Raum ein und verdrängt so den Ruf unseres Herzens und unserer Seele!
Die originäre Aufgabe unseres Egos ist, unser Überleben in dieser Welt zu sichern. So ist unser Ego mit jedem Trauma und jeder Verletzung während unserer Lebensjahre immer größer geworden und dehnt sich mit jeder weiteren Verletzung noch weiter aus, so dass für unser Herz und unsere Seele immer weniger Raum bleibt.
Ein Ergebnis davon, wir fühlen uns getrennt.
Getrennt von uns selbst und von anderen.
Doch das ist nur eine Illusion!
Um das Aufzulösen dürfen wir verstehen, was wir gemeinsam mit unserem Ego im Laufe unseres Lebens bereits alles erlebt haben. Vieles davon haben wir verdrängt und in unserem Unterbewusstsein abgespeichert. Doch irgendwann im Laufe unseres Lebens stoßen wir auf Hürden und Aufgaben die uns auffordern, uns unsere Verletzungen und Traumata anzusehen. Wir haben dann die Möglichkeit unsere Themen anzugehen, oder sie durch Konsum, Ablenkung und/oder Süchte zu verdrängen. Unsere Bewältigungsmechanismen sind so gut ausgeprägt, dass wir zuerst alles tun um uns ja nicht diesen Themen zu stellen.
Doch irgendwann kommt die Zeit in der wir nicht mehr anders können. Unser Schmerz und der Druck auf uns und unsere Seele wird so groß, dass wir aufgefordert werden uns dem anzunehmen. Und dann machen wir uns auf die Suche nach Informationen, Unterstützung und Hilfe.
Das hört sich relativ simpel an, aber Hand aufs Herz, bist du bereits im ehrlichen Austausch mit dir? Kannst du deine Emotionen zulassen und sie benennen? Weißt du, was gerade in dir vorgeht und kannst es einfach sein lassen. Ohne es zu bewerten oder zu versuchen, dich davon abzulenken? Und traust du dich wirklich, dir selbst und anderen mitzuteilen, was in dir vorgeht? Kannst du das überhaupt?
Da du diesen Artikel liest vermute ich, dass du genau an so einem Punkt stehst und nach Antworten suchst. Denn uns wurde nie beigebracht, mit all dem umzugehen. Wir haben das alles nie gelernt und hinzu kommt, dass unser ausgedehntes Ego dies auch vehement versucht zu verhindern. Um zu vermeiden, dass wir die Liebe und Aufmerksamkeit vom Gegenüber verlieren oder gar abgelehnt werden.
So leben wir tagein und tagaus in Beziehungen mit anderen, von denen wir denken, wir würden sie brauchen und lieben. Doch ist dem immer so oder steckt da vielleicht noch mehr dahinter? Stecken da vielleicht auch Bewältigungsmechanismen aus unserer Vergangenheit dahinter, die durch unsere Traumata entstanden sind und uns in so manch emotionale Abhängigkeit führt?
Was ist überhaupt ein Trauma?
Ein Trauma ist eine Situation in der wir anderen hilflos ausgeliefert waren, um zu überleben. Insbesondere als Kinder konnten wir nicht unterscheiden, dass fehlende Aufmerksamkeit, Verbindung und Liebe nicht automatisch unser Sterben bedeuten würde. So entstanden bei den meisten von uns Traumata, die uns heute noch unbewusst triggern und steuern.
Verbindungen sind wesentlich für uns Menschen
Es gibt eine ganz grausige Studie von Babys und Kleinkindern in Waisenhäusern, die immer verhaltensauffälliger und stiller wurden, bis sie starben, weil sie nur rein körperlich versorgt wurden, aber niemand mit ihnen in Verbindung ging. Allein diese Studie zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts zeigt, dass nicht ausreichende Aufmerksamkeit, Verbindung und Liebe zu erheblichen Traumata bis hin zum Tod führen können. Diese Traumata führen zu einer unsicheren Bindung und zu beziehungsunfähigen Menschen.
Viele Traumata entstanden in unseren ersten Lebensjahren, als unser Überleben tatsächlich von anderen abhing. Doch seitdem sind wir erwachsen geworden und wir sterben nicht, nur weil uns jemand ablehnt oder keine Liebe oder Aufmerksamkeit schenkt. Nur unser Ego hat das noch nicht gelernt und so verhalten wir uns unbewusst wie damals, um uns Liebe und Aufmerksamkeit für unser Überleben zu sichern. Wenn wir das verstehen, werden wir unsere Traumata bearbeiten und überwinden können.
Indem wir lernen, unsere Traumata zu überwinden, heilen wir. Und mit jeder Heilung erhalten wir die Liebe und Anerkennung, die wir uns alle wünschen und verdienen.
Nämlich unsere eigene!
Solange wir das nicht verstehen, suchen wir Heilung in anderen Menschen, da wir weiter denken, dass wir von ihrer Liebe und Anerkennung abhängig sind. Wir projizieren unsere Erwartungen und Sehnsüchte auf unser Gegenüber. Doch das sind keine erwachsenen Beziehungen, weil wir Anteile von uns zurückhalten und ein Bild von uns leben, von dem wir denken, dass es der andere sehen will, um uns nicht zu verlassen. Denn wir haben in der Vergangenheit gelernt, dass unser Überleben abhängig ist von der Aufmerksamkeit, Verbindung und Liebe anderer.
Komme in die Verbindung
Mit dem Zusammenbruch des Egos lernen wir also, das hinter jeder Angst unsere uralte Angst vor dem Sterben liegt. Wenn wir lernen, diese Angst zu überwinden, da wir verstehen woher sie rührt, lernen wir unsere Angst, uns selbst and anderen gegenüber ehrlich und aufrichtig mitzuteilen, abzulegen und unsere Herzen wieder zu öffnen und mit anderen wieder in echte Verbindung zu treten.
Das ist der Weg zu unserer wahrhaftigen Heilung. Je öfter wir diesen Weg beschreiten, umso einfacher wird es, bis du eines Tages wieder ganz offen im Umgang mit dir selbst und anderen über deine Emotionen sprechen und sie zeigen kannst. Mit jedem Mal kommst du dir selbst immer einen Schritt näher und spürst dich immer mehr.
Indem wir lernen, über unsere Ängste hinauszugehen, heilen wir wahrhaftig und werden zu Menschen, die immer besser mit sich und anderen in Verbindung treten können. Denn sich selbst wahrhaftig zu spüren, ist Grundvoraussetzung, um mit anderen in eine wahre Verbindung treten zu können. Und wir legen unsere Angst vor Verletzungen ab, weil wir verstehen, dass uns niemand wirklich verletzen kann. Und dann werden wir wahrhaftig frei. Frei von der Bewertung und den Urteilen anderer!
Eine wahre Verbindung ist das Gefühl, mit jemanden auf einer emotionalen Ebene verbunden zu sein. Es ist eine Anziehung, die über das bloße physische hinausgeht. Es bedeutet, dass unser Verstand und unsere Seele mit einer Person bedeutsame Gedanken und Gefühle teilen und wir uns gegenseitig Antworten geben können.
Und das wird unser Leben unfassbar bereichern!
Mögliche Tools & Lösungswege für dich
Wesentlich ist die Arbeit und Auseinandersetzung mit dir selbst. Dabei helfen dir folgende Schritte.
- Die berühmte innere Kind Arbeit (unbezahlte Werbung: Bücher von Stefanie Stahl).
- Wenn möglich, rede mit deinen Eltern und frage, wie deine ersten Lebensjahre waren.
- Durchfühle deine Gefühle.
Drücke Emotionen nicht weg, sondern erlaube es dir sie zu fühlen. Versuche sie zu benennen, z. B. fühlst du Wut, Angst, Trauer usw. und erlaube ihnen zu sein und versuche nicht gegenzusteuern. - Gehe durch die Angst, s. dazu auch meinen Blogartikel Durch die Angst gehen.
Sprich, wenn etwas hochkommt, schau es dir an, wenn nötig im Rahmen einer Therapie. C. G. Jung sagte schon, dass diejenigen, die zur Therapie gehen, gesünder seien als die, die sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen. - Aufstellungen, Rückführungen, Schamanismus, Astrologie usw. können dir neue Erkenntnisse bringen.
- Verbinde dich mit anderen Menschen, indem du dich öffnest und dich zeigst. So lernst du dich selbst wieder zu spüren.
- Lerne, deine Gefühle zu benennen und sie jemanden anderem mitzuteilen!
- Erlaube dir, dich von anderen tragen und halten zu lassen. Erlaube dir in einer Gruppe, in einem geschützten Raum, Emotionen zu zeigen.
- Gehe in die Natur und nehme wahr, was um dich herum ist.
- Sei kreativ und finde weitere Wege für dich und teile diese sehr gerne mit anderen.
Denn wir sind alle miteinander verbunden!
Zum Schluss eine Hommage an unser Ego
Wenn jemand behauptet, wir müssten unser Ego überwinden, geht es eigentlich darum unser Ego wieder zu integrieren. Denn wir benötigen unser Ego um unser Überleben in dieser Welt zu sichern. Sämtliche Aussagen und Philosophien, die darauf abzielen, das Ego aufzulösen, sind m.E. mit Vorsicht zu betrachten.
Es obliegt dem Leser, sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen. In sich hinein zu spüren, was sich für einen selbst stimmig anfühlt. Unser Kompass dabei ist unser Herz. Dieses führt uns in die richtige Richtung und es kann uns immer besser führen, je mehr Raum es von uns erhält, weil wir uns an unsere Aufgabe wagen, unser Ego wieder zu integrieren.
Sei es dir wert, dir Unterstützung zu holen
Oft kommen wir selbst nicht weiter und dann darfst du es dir selbst wert sein, dir Unterstützung zu holen.
Du bist nicht die einzige mit diesem Problem auf dieser Welt. Im Gegenteil, wir alle kämpfen mit unseren Themen und viele ähneln sich sogar! Darum musst du keine Scheu haben, dich Anderen gegenüber zu öffnen. Die Erkenntnis, dass du nicht alleine mit deinem Problem ist, ist bereits der erste Schritt in die Verbindung mit anderen.
Traue dich!
#weilduesverdienst
Ego Collapse
The collapse of the ego is about recognizing and understanding all that our ego does for us – things it shouldn’t necessarily be doing. It’s about integrating the ego and reclaiming the space it occupies so that it can be opened up for our heart and soul. An unintegrated ego takes up far too much space, silencing the calls of our heart and soul.
The ego’s original role is to ensure our survival in this world. Over time, with every trauma and wound, the ego grows larger, expanding further with each additional injury. This leaves less and less room for the heart and soul.
As a result, we feel disconnected – disconnected from ourselves and others.
But this disconnection is only an illusion!
To resolve it, we must understand what we, alongside our ego, have experienced throughout our lives. Much of it is repressed and stored in our subconscious. Eventually, however, we encounter challenges and situations that urge us to confront our wounds and traumas. At that point, we have two options: to face these issues or to suppress them through consumption, distractions, or addictions. Our coping mechanisms are often so well-developed that we’ll do everything to avoid confronting these matters.
But eventually, the time comes when we can no longer avoid it. The pain and pressure on our soul become so great that we are forced to address it. At this point, we start seeking information, support, and help.
Every painful experience is an opportunity to become aware of our fears and shadows. It gives us the courage to face them and stop running from them. The key is to connect with ourselves and others in honest dialogue. This deeper exchange not only brings us closer to ourselves but also improves all our relationships.
Honest Connection with Ourselves
This sounds relatively simple, but let’s be honest – are you already engaging in honest dialogue with yourself? Can you allow your emotions to surface and name them? Do you know what’s happening inside you right now, and can you let it be without judging it or distracting yourself? Do you dare to share what’s inside you with yourself and others? Can you even do that?
If you’re reading this, I suspect you’re at a point where you’re seeking answers. After all, we were never taught how to deal with all of this. We’ve never learned, and on top of that, our inflated ego tries to prevent us from addressing these matters. It does this to avoid the risk of losing love, attention, or approval from others.
We often live in relationships that we believe are driven by love and necessity. But is that always true? Or could these relationships also be influenced by coping mechanisms rooted in past traumas that have led us into emotional dependencies?
What Is Trauma?
A trauma is a situation in which we were helplessly at the mercy of others to survive. As children, we couldn’t differentiate between a lack of attention, connection, and love, and the literal risk of death. For many of us, this inability to distinguish led to traumas that still trigger and control us unconsciously today.
Connection Is Essential for Humans
There is a chilling study from early 20th-century orphanages where babies and toddlers became increasingly withdrawn and eventually died, despite being physically cared for. They lacked connection and emotional bonding. This study starkly illustrates that insufficient attention, connection, and love can cause severe trauma- even death.
These early traumas lead to insecure attachments and difficulty in forming healthy relationships later in life. Most of these traumas occurred in our early years, when our survival genuinely depended on others. As adults, we no longer risk death if someone rejects us or withholds love or attention, but our ego hasn’t learned this yet. As a result, we unconsciously act as though our survival still depends on securing love and attention from others.
When we understand this, we can begin to work through and overcome our traumas. By doing so, we heal. And with each step of healing, we receive the love and recognition we’ve always desired and deserve – from ourselves!
Seeking Healing in Others
Until we understand this, we seek healing in others, believing we’re dependent on their love and approval. We project our expectations and desires onto them. But these aren’t adult relationships – they’re shaped by the parts of us we hold back and the image we present to avoid rejection.
Reconnecting with Ourselves
The collapse of the ego teaches us that every fear is ultimately rooted in our primal fear of death. When we understand where this fear originates, we can overcome it. This allows us to let go of the fear of being honest and vulnerable with ourselves and others. Our hearts open, and we reconnect authentically with others.
This is the path to true healing. The more often we walk this path, the easier it becomes. Eventually, you’ll reach a point where you can openly share your emotions with yourself and others. With each step, you’ll get closer to yourself and feel more connected.
By learning to move beyond fear, we heal deeply, becoming people who can connect authentically with themselves and others. We realize that no one can truly harm us and shed the fear of judgment. In this freedom, we discover a life enriched by genuine connections.
Tools and Steps to Support You
The key lies in self-exploration. Here are some steps to help:
- Inner Child Work (e.g. Books by Stefanie Stahl (unpaid advertisement)).
- Talk to your parents (if possible) about your early years.
- Feel your emotions instead of repressing them. Allow them to exist and name them, such as anger, fear, or sadness. Avoid resisting them.
- Confront your fears. Seek therapy if necessary – C.G. Jung famously said that those who go to therapy are healthier than those who don’t face themselves.
- Explore new perspectives through tools like family constellations, past-life regression, shamanism, or astrology.
- Connect with others by opening up and being vulnerable.
- Practice naming your emotions and sharing them with someone.
- Let others support you emotionally. This could be in a group setting where you feel safe expressing emotions.
- Spend time in nature to ground yourself.
- Be creative and discover new ways to express yourself. Share these with others because we are all connected!
A Homage to the Ego
When people talk about „overcoming“ the ego, it’s really about reintegrating it. We need the ego to survive in this world. Philosophies advocating for the ego’s dissolution should be approached with caution.
Ultimately, it’s up to you to explore and decide what resonates with you. Your heart is your compass – it will guide you as you reclaim the space the ego occupies. Through this process, you give your heart the freedom to lead you toward healing and connection.