Selbsterkenntnis ist nicht nur was für Philosophen, sondern wesentlich für jeden von uns. Je mehr du dich (wieder) kennenlernst und verstehst, umso besser kannst du Entscheidungen treffen, die zu dir passen.
Wenn wir als Babies auf diese Welt kommen, haben wir ein gutes Gefühl für uns selbst. Wir müssen keine Selbsterkenntnis praktizieren. Wir schreien, wenn wir Hunger oder Schmerzen haben oder eine andere Art von Aufmerksamkeit und Zuwendung benötigen. Und wir lachen und freuen uns einfach, weil uns etwas erfreut oder Spaß macht. Als Babies sind wir pure Lebendigkeit.
Doch je älter wir werden, umso mehr werden wir in die Glaubenssysteme unseres Umfeldes hineingezogen. Erziehung, das Wort enthält das Wort ziehen, bedeutet Menschen in eine gewisse Richtung zu ziehen. Einen Menschen zu formen. Das passiert durch unser direktes Umfeld, der Familie, Schule, Arbeit, Hobbies, Gesellschaft und den Ort, an dem wir leben. Diese geben uns Werte und Ziele vor und wir dürfen herausfinden, was davon zu uns passt und was nicht. Das begleitet uns alle unser ganzes Leben hindurch.
Darum ist Selbsterkenntnis, oder auch Selbstverständnis, der Schlüssel zu einem zufriedeneren Leben. Das bedeutet allerdings auch Entscheidungen zu treffen, die andere, meistens die aus dem direkten Umfeld, nicht immer verstehen oder wahrhaben wollen. Denn du wirst dadurch „unvorhersehbar und unkontrollierbar“ und gefährdest gegebenenfalls eine, in deren Augen, die bestehende Struktur und Ordnung. Und ja, das tust du, darum gibt es auch Entscheidungen, von denen du weißt, dass die sie du treffen solltest, dich aber nicht traust.
Aus Angst vor den Konsequenzen.
Die große Welle der Erkenntnis
Das Leben selbst ist konstante Veränderung. Wir haben die Möglichkeit so vieles zu werden und zu sein, was wir möchten. Und doch gehen wir den vorgegebenen Weg, weil uns das so beigebracht wird.
Und eines ist wichtig, dieser Weg kann für die einen auch der Weg der Erfüllung sein.
Doch für andere ist es dies nicht und wenn du diesen Text liest, gehörst du wahrscheinlich zu den „anderen“.
Derzeit haben wir eine große Welle der Erkenntnis.
Die einen stellen fest, dass sie nicht glücklich sind. Sie finden sich in einem Leben wieder, dass von außen vielleicht erfolgreich aussieht, es aber nicht ist. Andere wiederum scheinen nie auf einen grünen Zweig zu kommen, weil ihre Fähigkeit sich anzupassen nicht ausreicht. Ihr Unterbewusstsein schützt sie und macht sie dadurch zu Außenseitern. Darum geht es darum, einen Menschen zu sehen, wie er wirklich ist und nicht wie er sein sollte. Und das ist eines der großen, aktuellen, kollektiven Lernaufgabe.
Traue dich - anders zu sein
Immer mehr Menschen machen sich auf den Weg. Die einen hinterfragen bestehende Strukturen und Rollenmodelle, andere wollen Remote aus dem Ausland arbeiten, auswandern oder im Van leben uvm.
All das kann sehr verwirrend sein und Alternativen zu finden ist schwierig. Alternativen zeigen sich nicht im aktuellen Umfeld, da dieses innerhalb der eigenen Grenzen existiert. Daher ist es sinnvoll, sich neue Umfelder zu suchen. Sei es bei einem neuen Hobby, durch Reisen, beim Eintritt in neue Communities oder ähnliches. Da finden sich Menschen mit anderen Lebensläufen und Erfahrungen, die einem mit andersartigen Erfahrungen neue Impulse und Informationen geben können.
Sei es dir wert, dir Unterstützung zu holen
Oft kommen wir selbst nicht weiter und dann darfst du es dir selbst wert sein, dir Unterstützung zu holen.
Du bist nicht die einzige mit diesem Problem auf dieser Welt. Im Gegenteil, wir alle kämpfen mit unseren Themen und viele ähneln sich sogar! Darum musst du keine Scheu haben, dich Anderen gegenüber zu öffnen. Die Erkenntnis, dass du nicht alleine mit deinem Problem ist, ist bereits der erste Schritt in die Verbindung mit anderen.
Traue dich!
#weilduesverdienst